Einreichungen
HBP´25
Pflegewohnheim Neumarkt
Tourismusbauten & Gewerbliche Bauten
Bauherr/in
Gemeinnützige Wohn- u. Siedlungsgenossenschaft Ennstal reg. Gen.m.b.H. Liezen
Gemeinnützige Wohn- u. Siedlungsgenossenschaft Ennstal reg. Gen.m.b.H. Liezen
Architektur/Planung
Architekt DI Mitterberger Gerhard ZT GmbH
Architekt DI Mitterberger Gerhard ZT GmbH
Holzbau
Liebbau Weiz
Liebbau Weiz
Die Herausforderung für die Planung war hier zweierlei: zum einen, das in der Umgebung relativ große Volumen an der Schnittstelle zwischen sozialem Wohnbau und Einfamilienhausbebauung einzupassen, zum anderen, in der Raum-, Material- und Detailqualität für die spezifische Nutzung und das lokale Milieu der Nutzerinnen und Nutzer Optimales zu schaffen.
Mit zunehmender Behinderung und Pflegebedürftigkeit wird der Aktionskreis des betagten Menschen kleiner. Gefordert ist somit ein Lebensbereich der nach Innen höchste räumliche Qualität aufweist. Die Wege vom Zimmer in die Gemeinschaftsbereiche, in die Kapelle und in den Festsaal bestimmen die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner.
Um den intensiven Pflegeanspruch wirtschaftlich abzudecken, ist gleichzeitig eine kompakte, übersichtliche Anlage erforderlich.
So werden die 60 Betten auf 5 Wohncluster verteilt, jeweils mit zentralem Aufenthaltsbereich, mit angeschlossener Küche und Personalbereiche für die Pflege. Er wird zur zentralen „Wohnküche“ des Clusters. Die 12 angeschlossenen Einzelzimmer sind ein annehmbarer sozialer Maßstab. Sie spiegeln die Privatsphäre und bieten Möglichkeiten für persönliche Erinnerungsstücke, ebenso wie für Hygiene und Pflege. Die Eckbank erinnert an das Wohnzimmer daheim.
Jedem Cluster angeschlossen ist eine Freiterrasse mit Pflanztrog für individuelles „Garteln“ im kleinsten Maßstab. Alles unter der Prämisse der kurzen Wege für Bewohnerinnen, Bewohner und auch für das Personal.
Dennoch ist sowohl der soziale Austausch / Besuch zwischen den farblich und thematisch fein differenzierten Clustern, als auch einfach nur ein Durchwandern des Gebäudes niederschwellig möglich. Es bieten sich vielfältige, wechselnde Ein- und Ausblicke - das Gebäude wird zum Dorf.
Konstruktiv ist es ein Hybridbau. Eine massive Tragstruktur wird durch Holzbauwände und großflächigen Verglasungen ausgefacht.
Holz, eingesetzt als Wohlfühlmaterial und ökologischer Baustoff.
Arch DI Gerhard Mitterberger
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